Hausmitteilung

Es gibt so Momente, die nicht leicht sind. Und auch keinen Spaß machen. Aber auch die gehören leider im Leben dazu. Ich möchte hiermit offiziell mitteilen, dass Nils Beckmann und Massengeschmack-TV ab sofort getrennte Wege gehen.

Dies muss kein Abschied für immer sein. Nils stehen die Türen von Alsterfilm offen, an meiner persönlichen Wertschätzung seiner Person hat sich nichts geändert. Unsere Meinungsverschiedenheiten darüber, wie wir zusammenarbeiten wollen und wie sich die Alsterfilm GmbH aufstellen sollte, sind allerdings im Moment zu groß.

Das Magazin “TonAngeber” ist mit sofortiger Wirkung aus dem Programm genommen. Ob und in welcher Form ein Musikmagazin wieder Teil von Massengeschmack-TV werden kann ist im Moment offen.

Ich wünsche Nils alles Gute und danke ihm ausdrücklich für knapp zweieinhalb Jahre engagierten Wirkens innerhalb unseres Programms!

Holger Kreymeier

Neu im Programm: Migropolis

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Kein Thema ist derzeit so aktuell wie die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Es kommen Hunderttausende Flüchtlinge ins Land – und sie werden hoffentlich ihren Weg in unsere Gesellschaft finden.

Nicht zuletzt deshalb ist es uns eine Freude, mit Migropolis ein kleines neues Doku-Format im Portfolio von Massengeschmack-TV präsentieren zu können. In jeder der sechs etwa 25-minütigen Folgen wird ein Zuwanderer porträtiert. Was ist seine Geschichte? Wie schwer war es, sich in Deutschland zu integrieren? Welche Vorurteile herrschen sowohl auf der Seite der deutschen Gesellschaft als auch der Zuwanderer selbst?

In Folge 1 geht es um Alex Rigaud aus Brasilien. Alex kam aus Brasilien vor einigen Jahren zunächst nach Portugal, wo er seine heutige Freundin Marie kennenlernte. Gemeinsam haben die beiden einen 6 Monate alten Sohn. Alex lebt erst seit einigen Monaten in Berlin und hat nie eine andere Sprache als Portugiesisch gesprochen. Das alles ist nicht unproblematisch, denn sowohl Behördenbesuche als auch der Gang zum Supermarkt sind mit Schwierigkeiten verbunden. Um Deutsch zu lernen, besucht Alex einen Sprachkurs, der ihm aber nicht grade leicht fällt. Diese Folge 1 ist kostenlos für alle ab sofort auf Massengeschmack-TV abrufbar. Einen Trailer gibt es auch auf YouTube.

Die weiteren fünf Ausgaben sind dann nur mit Abo anzuschauen:

Folge 2 (27. Oktober):

Der 24-jährige Chinese Jian Ji ist seit einigen Jahren als Student an der Technischen Universität Berlin immatrikuliert. Doch nach und nach hat er festgestellt, dass das Studium gar nicht seinen Interessen entspricht, und sucht nun nach Alternativen. Das ist gar nicht so einfach, denn Jian Ji ist ein wenig kontaktscheu und hat Probleme, Freunde außerhalb der chinesischen Community in Berlin zu finden.

Folge 3 (10. November):

Luba kommt ursprünglich aus Russland und kam für ihr Studium nach Deutschland. Nach diversen befristeten Beschäftigungen ist sie heute selbstständig und betreibt ein Osteuropäisches Kulturzentrum mit Sprachschule in Berlin. Keine leichte Aufgabe: Hohe Kosten zum Anfang ließen die Gründung fast scheitern, doch inzwischen läuft das Geschäft nach drei Jahren halbwegs stabil.

Folge 4 (24. November):

Yuquing Zhang kam 1988 Jahre aus China nach Ostberlin, wo ihr Mann für die chinesische Botschaft arbeitete. Als eine der wenigen Personen, die die Deutsch-Deutsche Grenze täglich passieren durfte, hatte sie die Möglichkeit, beide Berlins kennenzulernen. Nach dem Mauerfall blieb sie in der Stadt und trennte sich schließlich von ihrem Mann, dem sie fremd geworden war. Die Zeit war nicht einfach, zumal sie auch ihren damals dreijährigen Sohn versorgen musste. Heute ist sie mit einem Deutschen verheiratet und lebt in einem Berliner Vorort.

Folge 5 (8. Dezember):

Yousef Wehbeh und seine Frau Silvana stammen ursprünglich aus Palästina, doch seit ihrer Geburt lebten sie in einem Flüchtlingslager im Libanon. Auch ihre vier Kinder wurden dort geboren. Weil sich Yousef als Anwalt für die Menschenrechtsorganisation Geneva Call arbeitete, kam es in den vergangenen Jahren zunehmend zu Übergriffen auf seine Familie. Letztlich entschloss er sich dazu, mit seinen Angehörigen nach Berlin zu kommen, wo bereits einige Verwandte von ihnen leben. Den Kindern fällt die Integration wesentlich leichter als den Eltern, bereits nach einem halben Jahr sprechen sie fast perfektes Deutsch.

Folge 6 (22. Dezember):

 Im Rahmen einer Familienzusammenführung kam Ella Bigai in den 70er Jahren aus Polen nach Deutschland, nachdem ihr Mann, ein Spätaussiedler, bereits vorher immigriert war. Obwohl sie eigentlich nie Lehrerin werden wollte, arbeitete sie in diesem Beruf über 10 Jahre und unterrichtete Religion an verschiedenen Berufsschulen in Bayern und Bremen. Einer ihrer Söhne ging später nach Neuseeland, bevor er nach Berlin zurückkam, der andere lebte lange in Mexiko, und ist heute Schauspieler in Los Angeles. Im Juni 2015 trifft Ella ein Schicksalsschlag: Ihr Mann stirbt überraschend an einer schweren Krankheit. Ella muss sich nun erneut auf ein neues Leben einstellen.
 Sollte Migropolis erfolgreich sein, werden wir das Format im kommenden Jahr mit weitere Folgen fortsetzen.